Finanzierung

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung ist eine Solidargemeinschaft. Die Verbandsmitglieder sind die Eigentümer der Anlagen, Grundstücke und des finanziellen Vermögens des Zweckverbandes. Mit Trinkwasser beliefert werden ausschließlich Verbandsmitglieder, d.h. Eigentümer. Insofern ist eine Gewinnerzielung nicht vorgesehen und satzungsgemäß ausgeschlossen.

Die Finanzierung des Zweckverbandes erfolgt über ein Umlagesystem, das für alle Verbandsmitglieder gilt. Jedes der 183 Verbandsmitglieder bezahlt den gleichen Wasserpreis. Geringe Schwankungen entstehen durch unterschiedlich hohe Auslastung der Beteiligungsquote.

Die Berechnungsgrundlage für die Kostenverteilung ist die sogenannte Beteiligungsquote, ausgedrückt in Litern pro Sekunde (s/l).

Der geringere Teil der Umlage sind Festkosten (z. B. Abschreibungen, Zinsen, Personal- und Materialkosten). Der Rest entfällt auf Betriebskosten (z. B. Strom- und Aufbereitungskosten) und ist mengenabhängig. Durch einen hohen Fixkostenanteil steigt bei einem geringeren Wasserverbrauch der Wasserpreis tendenziell.

Die Bodensee-Wasserversorgung investiert jährlich viele Millionen Euro in Unterhalt und Erneuerung der Anlagen und des Leitungsnetzes. Damit bestes Trinkwasser ohne Unterbrechung fließen kann.

Umlagesätze

Jahr201620152014
Festkostenumlage EUR je l/s3.454,503.288,033.139,02
Betriebskostenumlage in Cent je m³14,713,913,5
Förderstromkosten in Cent je m³11,613,613,7
Wasserentnahmeentgelt in Cent je m³8,38,35,2
Durchschnittliche Umlage in Cent je m³54,454,651,1

Wasserpreis

Trinkwasser ist ein wertvolles Gut, Qualität und Versorgungssicherheit stehen deshalb an erster Stelle. Und das hat seinen fairen Preis.

Die Bodensee-Wasserversorgung liefert das Wasser in die Hochbehälter der Städte und Gemeinden. Diese verteilen dann das kostbare Nass an die Bürger. Somit zahlt der Verbraucher seinen jeweiligen Tarif an den örtlichen Wasserversorger.

Im Jahr 2018 beträgt der Wasserpreis der Bodensee-Wasserversorgung an die Verbandsmitglieder, die sog. Umlage, 57,5 Cent pro Kubikmeter (Wirtschaftsplan 2018).

Die Kosten für das Trinkwasser schwanken von Gemeinde zu Gemeinde. Die Höhenunterschiede, die die Leitungen im Ort überwinden müssen, schlagen ebenso zu Buche wie die Dichte der Bebauung. Je länger in der Summe die Wege vom Hochbehälter zu jedem einzelnen Haus sind, desto höher sind natürlich auch die Kosten. Im Versorgungsgebiet der Bodensee-Wasserversorgung zahlen die Verbraucher ihren jeweiligen Tarif an den örtlichen Wasserversorger.

1.000 Liter Trinkwasser kosten im Bundesdurchschnitt rund zwei Euro, also gerade einmal 0,2 Cent pro Liter. Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 121 Litern pro Tag zahlt jeder Verbraucher in Deutschland jährlich circa 90 Euro für das Trinkwasser, das sind gerade mal knapp acht Euro pro Monat.

Mit 1.000 Liter Wasser kann man eine Woche lang kochen, trinken, waschen, duschen, putzen, die Blumen gießen und die Toilette spülen. Im Hahnumdrehen ist es verfügbar, immer in bester Qualität und gewünschter Menge. Ein Luxus, der für jeden erschwinglich ist.