Projekt Zukunftsquelle: Voruntersuchungen seit Mitte März

Sipplingen, 30.03.2022 – Seit Mitte März laufen für das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ der Bodensee-Wasserversorgung land- und seeseitig geotechnische Erkundungsbohrungen. Die Bohrarbeiten reichen bis in den Sommer.

Flyer Voruntersuchungen Seite 1

Flyer Voruntersuchungen Seite 2

Die Bodensee-Wasserversorgung untersucht seit März an insgesamt circa 100 Bohrpunkten den Baugrund für die geplanten neuen Seewasserwerke im Pfaffental und am bestehenden Standort Süßenmühle sowie für die Tunneltrasse, die später die Druckleitung vom Standort Pfaffental auf den Sipplinger Berg aufnehmen soll, und die erdverlegten Stromleitungen. Weiterhin werden auch 18 Bohrungen im Bodensee selbst vorgenommen.

Im Zuge dieser Tätigkeiten fallen Vermessungsarbeiten, Drohnenbefliegungen, temporäre Bohruntersuchungen und die dauerhafte Errichtung von Messtellen an. Die Arbeiten werden von den zuständigen Aufsichtsbehörden geprüft und genehmigt, sie dauern voraussichtlich bis in den Spätsommer an. Alle betroffenen Grundeigentümer sind vorab informiert worden.

Für die Bohrarbeiten am Seegrund hat das beauftragte Unternehmen in der vergangenen Woche eine schwimmende Plattform auf Höhe Pfaffental bzw. Süßenmühle in den See verlegen. Um diesen Ponton ist die Wasserfläche in Abstimmung mit dem Schifffahrtsamt des Landratsamts Bodenseekreis mit einer temporären Schutzzone gesperrt. Warn-Bojen und Beleuchtung markieren die Anker bzw. Eckpunkte der Schutzzone. Ziel ist es, die weit im See liegenden Bohrungen und die Untersuchungen im vielbefahrenen Seebereich möglichst schnell abzuschließen, um die kommende Saison für Segler und andere Wassersportler möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Die Baugrunduntersuchungen markieren einen wichtigen Schritt im Projekt Zukunftsquelle und liefern die Daten-Basis für die Detail- und Genehmigungsplanung. Die Bodensee-Wasserversorgung plant zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von 320 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg mit etwa vier Millionen Einwohnern und wegen der zunehmenden Ausbreitung der Quagga-Muschel neue Wasserwerke.

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Projekt Zukunftsquelle und zu allen Voruntersuchungen gibt es unter www.zukunftsquelle.de unter „Zukunftsquelle“ > „Voruntersuchungen“.

Ansprechpartnerin
Teresa Brehme, Pressesprecherin
Tel: +497119732310
Mobil: +49 15117581072
E-Mail teresa.brehme@bodensee-wasserversorgung.de

 

Weitere Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.

Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes.

Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 125 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.