MENSCHEN UND STORIES: NEUIGKEITEN VON DER ZUKUNFTSQUELLE

Sipplingen, 02.03.2022 – Ab Mitte März sind für das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ der Bodensee-Wasserversorgung land- und seeseitig geotechnische Erkundungsbohrungen geplant. Die Bohrarbeiten reichen bis in den Sommer.

Die Bodensee-Wasserversorgung untersucht ab März an insgesamt circa 100 Bohrpunkten den Baugrund für die geplanten neuen Seewasserwerke im Pfaffental und am bestehenden Standort Süßenmühle sowie für die Tunneltrasse, die später die Druckleitung vom Standort Pfaffental auf den Sipplinger Berg aufnehmen soll, und die erdverlegten Stromleitungen. Weiterhin werden auch 18 Bohrungen im Bodensee selbst vorgenommen.

Im Zuge dieser Tätigkeiten fallen Vermessungsarbeiten, Drohnenbefliegungen, temporäre Bohruntersuchungen und die dauerhafte Errichtung von Messtellen an. Die Arbeiten werden von den zuständigen Aufsichtsbehörden geprüft und genehmigt, sie dauern voraussichtlich bis in den Spätsommer an. Alle betroffenen Grundeigentümer sind vorab informiert worden.

Für die Bohrarbeiten am Seegrund wird das beauftragte Unternehmen Mitte März eine schwimmende Plattform auf Höhe Pfaffental bzw. Süßenmühle in den See verlegen. Um diesen Ponton wird die Wasserfläche in Abstimmung mit dem Schifffahrtsamt des Landratsamts Bodenseekreis mit einer temporären Schutzzone gesperrt. Warn-Bojen und Beleuchtung markieren die Anker bzw. Eckpunkte der Schutzzone. Ziel ist es, die weit im See liegenden Bohrungen zuerst durchzuführen und die Untersuchungen im vielbefahrenen Seebereich möglichst schnell abzuschließen, um die kommende Saison für Segler und andere Wassersportler möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Im März luden wir interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. In den Gemeinden Bodman-Ludwigshafen, Sipplingen und Überlingen informierten wir mit Infoständen über die anstehenden Bohruntersuchungen im Bodensee und an Land. 

Die Baugrunduntersuchungen markieren einen wichtigen Schritt im Projekt Zukunftsquelle und liefern die Daten-Basis für die Detail- und Genehmigungsplanung. Die Bodensee-Wasserversorgung plant zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von 320 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg mit etwa vier Millionen Einwohnern und wegen der zunehmenden Ausbreitung der Quagga-Muschel neue Wasserwerke.

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Projekt Zukunftsquelle und zu allen Voruntersuchungen gibt es unter www.zukunftsquelle.de unter „Zukunftsquelle“ > „Voruntersuchungen“.

Sipplingen, 14.01.2022 – Die Planungsarbeiten am Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ der Bodensee-Wasserversorgung schreiten weiter voran. Von Januar 2022 an sind vorbereitende Vermessungsarbeiten notwendig.

Die beauftragte Firma Hemminger Ingenieurbüro beginnt mit ersten Vorbereitungen ab der kommenden Woche (KW 03).

Die Vermessungsarbeiten erfolgen durch

  • Befliegung mittels Drohne aus der Luft,
  • fußläufige Vermessung am Boden mit Tachymeter und Reflektorstab bzw. Lotstock mit GPS-Empfänger.

Bei der fußläufigen Vermessung muss im Abstand von 5 x 5 Metern die Höhenlage der Fläche ermittelt werden. Dies erfolgt von den Vermessungsmitarbeitern zu Fuß. Die Eigentümer im Bereich Pfaffental sind bereits von der Bodensee-Wasserversorgung persönlich informiert und um Einverständnis gebeten worden. Es werden keinerlei permanente Installationen und Einrichtungen auf den Grundstücken angebracht, eine aktive Mitarbeit oder vorbereitende Arbeiten der Grundeigentümer sind nicht notwendig.

Auf Wegen und Waldbereichen werden Vermessungsmarken in den Boden eingebracht. Diese Festpunkte sind für die planungsbegleitende Vermessung, eventuelle Nachmessungen und künftige Absteckungsarbeiten notwendig. Anhand der Festpunkte entsteht ein hochgenaues, ausgeglichenes Festpunktnetz, das auch für die weitere Zukunft des Projekts als Grundlage verwendet werden soll. 

Evtl. Vermessungsfahrzeuge nutzen nur vorhandene Zufahrtsmöglichkeiten und befestigte Wege, Schäden an Grundeigentum und der darauf befindlichen Vegetation sind daher nicht zu erwarten. Sollten wider Erwarten doch Schäden entstehen, werden diese ersetzt. Die Arbeiten sind von Januar bis März 2022 geplant, da hierfür Laubfreiheit erforderlich ist. 

Die Befliegung und die Grundlagennetzmessung wird voraussichtlich bis Ende März abgeschlossen sein. Weitere topographische Aufnahmen, eventuelle Nachmessungen, Markierungen von Trassenverläufen sowie Absteckungen für Bohrungen können bis in den Sommer reichen.

Die Bodensee-Wasserversorgung plant zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von 320 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg mit etwa vier Millionen Einwohnern und wegen der zunehmenden Ausbreitung der Quagga-Muschel drei neue Wasserwerke. Hiervon soll eines auch an einem neuen, abgesetzten Standort im Bereich Pfaffental zwischen Sipplingen und Ludwigshafen entstehen. Nähere Informationen dazu gibt es unter https://www.bodensee-wasserversorgung.de/projekt-zukunftsquelle.html

Anlage: Übersichtskarte Vermessungsbereiche Stand 11.01.2022

 

Stuttgart, 13.01.2022 – Tino Greschner kümmert sich bei der Bodensee-Wasserversorgung um die digitale Vernetzung vieler Bereiche. Was schon im Normalbetrieb eine Herausforderung ist, wird durch das Projekt Zukunftsquelle zur Mammutaufgabe.

Schlichtes Mobiliar, an der Wand hängen ein Whiteboard und ein paar Skizzen – das Büro von Tino Greschner lässt nicht vermuten, dass hier viele Fäden zusammenlaufen, oder besser gesagt: viele Daten. Sie sind das Arbeitsmaterial von Greschner. Der Wirtschaftsinformatiker ist unter anderem zuständig für die digitale Vernetzung bei der Bodensee-Wasserversorgung. Sein Ziel: Daten nutzbar zu machen und möglichst für jeden Prozess im Unternehmen eine IT-basierte Lösung zu finden. Und das wird durch das “Projekt Zukunftsquelle”, bei dem zahlreiche Anlagen erweitert und modernisiert werden, nicht nur komplizierter, sondern auch dringender.

“Mit der ‘Zukunftsquelle’ haben wir uns stärker nach außen geöffnet als je zuvor”, erläutert Greschner. “In dem Jahrhundertprojekt arbeiten wir mit dutzenden externen Firmen zusammen, und diese tauschen per Cloud-basierten Kollaborationssystemen auch untereinander Informationen aus, sowie mit Gutachtern und Behörden. Wenn wir die Datenströme nicht gut beherrschen, gehen wir darin unter.” Das Zeitalter der “Inseln”, wo jeder Geschäftsbereich seine eigenen Daten verwaltet, soll bald endgültig vorbei sein. Mit diesen neuen IT-Lösungen sorgen Greschner und seine Teammitglieder dafür, dass tausende Dokumente sicher ihren Weg zum Ziel finden, genau wie das Bodenseewasser seinen Weg zu den einzelnen Haushalten und Familien findet.

Aber neue Technologien sind nur das eine: “Informatik ist ein People-Business", ist Greschner überzeugt – und entspricht so gar nicht dem Klischee des IT-Nerds, der still in seinem Kämmerlein vor sich hin werkelt. Der verheiratete Vater eines Sohnes und einer Tochter sieht sich vielmehr als Bindeglied: IT-Systeme sollen die Arbeit von Menschen unterstützen und effizienter machen.

Ein Beispiel dafür ist das 3D-Modell, an dem Greschner und Kollegen derzeit arbeiten: Bestehende Anlagen sowie Betriebsgelände und Trassen werden per Laserscan und Drohnenbefliegung digitalisiert – daraus entsteht per Modellierung ein “Digitaler Zwilling”. Dieses dreidimensionale Bestandsmodell dient den Planern als Grundlage und kann im Planungsprozess mit den Planungsmodellen zusammengeführt werden. All das ist online möglich und erleichtert die Zusammenarbeit und Abstimmung der Projektbeteiligten. Jedes Modell kann auf dem Bildschirm beliebig gedreht und herangezoomt werden. Jedes einzelne Rohr, jedes Sieb und jede Schraube lassen sich separieren.

„Im Laufe des Projektes müssen Workflows definiert sowie Freigabe- und Ablageprozesse festgelegt werden, das kann schon tief in die Unternehmenslogik eingreifen“, berichtet der 42-Jährige. „Digitalisierung bedeutet aber auch, Prozesse zu hinterfragen. Unternehmen müssen die immer vernetztere Welt unter Berücksichtigung der IT-Sicherheit beherrschbar machen.“ Und so macht sich Tino Greschner daran, die Informations- und Arbeitsabläufe bei der Bodensee-Wasserversorgung fit für die Zukunft zu machen – genauso, wie das Projekt Zukunftsquelle die Wasserversorgung selbst fit machen wird für die nächsten Generationen.

 

Sipplingen, 14.08.2021 – Dr. Roland Schick leitet für die Bodensee-Wasserversorgung den Bereich Qualitätssicherung und Forschung. Gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen Raphaela Horn (biologisch-technische Assistentin), Michael Faißt (Chemieingenieur) und seinem etwa 25-köpfigen Team erforscht er für das Projekt Zukunftsquelle unter anderem die Eigenschaft und das Verhalten der Quaggamuschel. Diese hat den Bodensee in den vergangenen Jahren besiedelt und vermehrt sich zunehmend – eine Herausforderung der besonderen Art.

Herr Dr. Schick, warum ist die Forschung zur Quaggamuschel wichtig für die Trinkwasserversorgung?

Im Jahr 2016 konnte die Muschel erstmals im Bodensee nachgewiesen werden und hat sich in den darauffolgenden Jahren massiv ausgebreitet. Ich habe in meinen mehr als 35 Jahren bei der Bodensee-Wasserversorgung ja schon viel erlebt, aber die Muschel ist wirklich eine Herausforderung. Sie beschäftigt uns besonders, weil sie und ihre winzig kleinen Larven so robust sind und unsere Anlagen besiedeln. Daher müssen die Kollegen im Betrieb diese durch aufwendige Reinigungen entfernen, was natürlich sehr kosten- und zeitintensiv ist. Ziel unserer Forschung war bzw. ist es, herauszufinden, wie wir die Muschel und ihre Larven direkt nach der Wasserentnahme aus dem Wasser herausbekommen können, sodass sie nicht ins Trinkwasser gelangen.

Was haben Sie in Ihren Versuchen herausgefunden, Herr Faißt?

Um zu planen, welche Entnahmeleitungen wir in Zukunft brauchen, haben wir verschiedene Teststrecken aufgebaut. Wir haben dann untersucht, welchen Einfluss etwa die Fließgeschwindigkeit des Wassers auf die Muschel hat. Je schneller das Wasser fließt, desto schwieriger ist es für die Muschel, sich an unsere Rohre anzuheften. Wir haben auch verschiedene Rohrmaterialien getestet. So wissen wir beispielsweise inzwischen, dass die Muschel gerne auf Edelstahl siedelt, dafür aber weniger Haftung auf Kupfer findet.

Parallel dazu haben wir unterschiedliche Verfahren für die Wasseraufbereitung untersucht wie beispielsweise Ultrafiltrationsanlagen, Filter, Siebe, aber auch UV-Bestrahlung. Ich habe bei der Bodensee-Wasserversorgung schon viele Forschungsprojekte mitgemacht und jedes Mal brauchen wir neue Lösungsansätze und Ideen. Meine Kollegin Raphaela Horn hat unter anderem eine analytische Messmethode entwickelt, mit der wir nachweisen können, ob noch Muschel-Larven im Wasser nachweisbar oder vorhanden sind.

Frau Horn, welche Methoden haben denn funktioniert?

Nach der Wasserreinigung mit üblichen oder getesteten Verfahren, z.B. Mikrosieb oder Spaltsieb und UV-Bestrahlung konnten wir noch winzige Muschellarven nachweisen. Die einzige Methode, die in unseren Experimenten sicher und zuverlässig funktioniert hat, ist die Ultrafiltration. Bei unseren Forschungsarbeiten haben wir übrigens eng mit der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein, dem Institut für Seenforschung und dem Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe zusammengearbeitet. Diese Kooperationen sind für uns sehr bereichernd. Wir wissen, dass durch den Klimawandel auch künftig zahlreiche weitere Herausforderungen auf uns warten. Da ist es wichtig, ein motiviertes Team und kompetente Partner an unserer Seite zu wissen – es bleibt einfach immer spannend in unserem Job.

Wie funktioniert das Verfahren der Ultrafiltration, Herr Dr. Schick?

Bei der Ultrafiltration wird das aus dem See entnommene Wasser durch eine feine Membran gepresst. Deren Durchmesser ist mit 20 Nanometer wirklich unvorstellbar klein, etwa dreitausend Mal als ein menschliches Haar, das einen Durchmesser von etwa 60 Mikrometern hat. Durch die Ultrafiltration ist es möglich, dass Viren, Bakterien, Algen, aber auch mineralische Feststoffe und natürlich auch Muschellarven wirkungsvoll, sicher und zuverlässig aus dem Wasser entfernt werden. Dennoch bleiben bei der Filtration alle lebensnotwendigen Mineralien im Wasser enthalten. Ebenso werden die Beschaffenheit und die Qualität des Bodenseewassers nicht beeinträchtigt. Das Trinkwasser behält somit qualitativ seinen hohen Standard, den wir seit 60 Jahren den Maßnahmen zum Gewässerschutz und den Anstrengungen der Internationalen Gewässerschutzkommission (IGKB) verdanken. Im Rahmen des Projekts Zukunftsquelle wollen wir die Ultrafiltration künftig direkt nach den Entnahmestellen zur Wasserreinigung einsetzen. Wir müssen aber auch dieses Verfahren noch genau an unsere Bedürfnisse und Voraussetzungen anpassen. Es gibt also noch viel zu planen und zu tun – ohne die großartige Teamleistung meiner Kolleginnen und Kollegen wäre dies nicht möglich.

Sipplingen, 08.10.2021 - Das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Verantwortlichen der Bodensee-Wasserversorgung und die beteiligten Planungsbüros haben in den vergangenen Monaten verschiedene Möglichkeiten für den Standort des neuen Seewasserwerks im Pfaffental sowie den Verlauf der Druckleitungstrasse zum Sipplinger Berg geprüft. Aus allen Varianten haben die Experten nun die bestmögliche ausgewählt und damit die Grundlage für die weitere Planung des Projekts „Zukunftsquelle“ geschaffen.

Da die Umsetzung des Projekts auch Auswirkungen auf Mensch und Umwelt am Bodensee hat, möchte die Bodensee-Wasserversorgung die Öffentlichkeit weiterhin stets transparent informieren. Deshalb sind alle Interessierten zu einem zweiten Informationsmarkt eingeladen, der vom 21. bis zum 23. Oktober auf dem Gelände des Seepumpwerks Süßenmühle der Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen stattfinden wird. An mehreren Informationsständen werden die Projektbeteiligten den Bürgerinnen und Bürgern wie schon 2020 Rede und Antwort stehen. Die Bodensee-Wasserversorgung freut sich auf Ihr Kommen!

Vom 21.bis 23.10.2021 haben wir im Seepumpwerk Süßenmühle allen Interessierten – vor allem Bürgerinnen und Bürgern aus Sipplingen – ein Update zum Projekt „Zukunftsquelle“ präsentiert.

Dabei haben wir über die Fortschritte seit dem Informationsmarkt im Juli 2020 informiert, insbesondere zur Festlegung der Vorzugsvariante der Druckleitungstrasse durch die Bodensee-Wasserversorgung und den Eintritt in die Entwurfsplanung.

In einem Zelt neben dem Seepumpwerk Süßenmühle stand an insgesamt sechs Ständen ein Team aus BWV-Mitarbeitern für Fragen bereit. Plakate mit Infos, Kartenmaterial, erklärenden Grafiken, sowie Exponate zu Quaggamuschel und Ultrafiltration lieferten viel Gesprächsstoff. Die rund 100 Besucherinnen und Besucher konnten sich ausführlich mit unseren Mitarbeitern austauschen.

Im Rahmen des Infomarktes fand zudem ein Treffen mit den Segler- und Motoryacht-Verbänden statt, eine Führung für Naturschutz- und Jagdverbändevertreter, sowie ein Pressegespräch mit Besichtigung des Infomarktes.

Wie schon im Vorjahr fand der Markt Donnerstag- und Freitagabend sowie Samstagvormittag statt. Ein Hygiene-Konzept inklusive namentlicher Registrierung der Besucher über Formular oder Luca-App, Maskenpflicht und Sicherheitskonzept für das Gelände machten den Infomarkt trotz der besonderen Umstände möglich.

 

Sipplingen, 16.07.2021 – Mit dem Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ wird die Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Dazu hat die Bodensee-Wasserversorgung Anfang Juli zwei Messbojen an den neu geplanten Entnahmestandorten im Überlinger See installiert. Mit den gewonnenen Daten werden die lokalen Verhältnisse im Bodensee zunächst über ein Jahr untersucht.

Der Bodensee liefert seit Jahrzehnten Trinkwasser in bester Qualität. Um auch zukünftige Generationen mit diesem versorgen zu können, müssen an den Wasserentnahmestellen die Strömungs- und Temperaturverhältnisse sowie die meteorologischen Gegebenheiten stimmen. Mithilfe zweier Messbojen werden diese Bedingungen nun am bestehenden Standort Süßenmühle und am geplanten Standort Pfaffental erfasst.

„Es ist uns extrem wichtig, langfristig für beste Trinkwasserqualität zu sorgen“, erklärt Alexander Frey von der Bodensee-Wasserversorgung. „Deshalb haben wir und die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) ein gemeinsames wissenschaftliches Interesse an den Verhältnissen im Bodensee. Gemeinsam mit der LUBW und der Ingenieurgesellschaft Prof. Kobus und Partner haben wir daher die Messbojen im Überlinger See ausgebracht. So können wir Messwerte zur Wetter- und Wasserbeschaffenheit sammeln und die bestmöglichen Wasserentnahmestellen für das Projekt ‚Zukunftsquelle‘ lokalisieren.“

Mithilfe der durch die Messbojen gewonnenen Informationen kann das Modellsystem BodenseeOnline (www.bodenseeonline.de) der LUBW verbessert werden. Das ist kurz- wie auch langfristig von Bedeutung. Denn anhand der durch das System erzeugten Simulationswerte kann festgestellt werden, wie saisonale Seegegebenheiten die Wasserqualität beeinflussen und welcher Standort die besten Bedingungen für die Wasserentnahme bietet.

Die Messungen sind nur einer der vielen Bausteine bei den Vorbereitungen für die „Zukunftsquelle“. Viele Untersuchungen – zu Land und zu Wasser – sind notwendig, um ein möglichst optimales Ergebnis für die Trinkwasserversorgung mit möglichst geringem Eingriff in den sensiblen Kultur- und Naturraum zu erzielen.

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Teresa Brehme
Unternehmenskommunikation
uk@bodensee-wasserversorgung.de
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