Zweiter Rohrschaden an Wasserleitung nahe Erlenbach – Tiefbauarbeiten laufen

Stuttgart-Vaihingen, 18.10.2023 – Der zweite Rohrschaden an der Hauptleitung 1 des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung wird aktuell freigelegt.

In den betroffenen Städten und Gemeinden ist die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser durch alternative Versorgungswege gewährleistet und stabil. Aus Sicht der Bodensee-Wasserversorgung und der Behörden ist daher aktuell kein Aufruf zum Wassersparen erforderlich.

Die vermutete Schadensstelle der Leitung liegt in 4,50 m Tiefe. Daher sind umfangreiche Tiefbau- und Verbauarbeiten zur Sicherung der Baugrube notwendig. Das beauftragte Bauunternehmen ist seit heute Morgen um 7:30 Uhr mit der Freilegung der Schadensstelle beschäftigt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis heute Abend andauern. Erst wenn das schadhafte Rohr freigelegt und das Schadensbild erkennbar ist, können die Experten der Bodensee-Wasserversorgung und der beteiligten Bauunternehmen Art und Dauer der Reparaturarbeiten konkreter einschätzen.

Das beauftragte Rohrleitungsunternehmen ist bereits mit Material vor Ort, sodass nach der Freilegung mit der Schadensbehebung begonnen werden kann. Die Versorgung der Verbandsmitglieder der Bodensee-Wasserversorgung ist gesichert.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Bodensee-Wasserversorgung:
Sarah Kreidler, Pressesprecherin
Telefon +49 711 973-2204
E-Mail: UK@bodensee-wasserversorgung.de

Weitere Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.

Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes.

Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 130 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.