Zweiter Rohrschaden an Hauptleitung nahe Erlenbach – Reparaturarbeiten sind eingeleitet

Stuttgart-Vaihingen, 17.10.2023 – Auf der Hauptleitung 1 des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung kam es zu einem weiteren Rohrschaden nahe der Schadensstelle vom 10.10.2023. Die Schadensstelle liegt im Bereich eines Radweges entlang der Sulm und ist abgesichert. Die Reparaturarbeiten wurden unverzüglich angefragt und eingeleitet.

In den betroffenen Städten und Gemeinden Bad Friedrichshall, Bad Wimpfen, Eberstadt, Neckarsulm, Neuenstadt am Kocher, Oedheim und Untereisesheim wurde die Wasserversorgung bereits umgestellt. Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) baut in Erlenbach wieder eine Notversorgung auf. Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser ist somit gewährleistet.

Der erneute Rohrbruch kann mit dem ersten in Verbindung stehen, da das Ab- und Anstellen des Wassers und damit verbundene Druckveränderungen eine besondere Belastung für das Rohr darstellen. Nähere Angaben zu den erforderlichen Maßnahmen sowie der voraussichtlichen Dauer der Reparatur können erst nach Freilegung des schadhaften Rohres getroffen werden.

Mittelfristige Präventivmaßnahmen wurden unmittelbar nach dem ersten Rohrschaden in der vergangenen Woche eingeleitet und sind veranlasst. Dazu gehört neben einer grundlegenden Erneuerung des Leitungsabschnittes auch das kurzfristige Einbringen eines sogenannten Schlauch-Inliners. Hierbei wird ein spezielles Schlauchgewebe unter Erwärmung in das schadhafte Rohr eingebracht, so dass keine Undichtigkeiten mehr entstehen können. Diese Maßnahme ist nach der akuten Schadensbehebung noch in diesem Jahr geplant.  

 

Ihre Ansprechpartnerin bei der Bodensee-Wasserversorgung:

Sarah Kreidler, Pressesprecherin
Telefon +49 711 973-2204
E-Mail: UK@bodensee-wasserversorgung.de

 

Weitere Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.

Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes.

Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 130 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.