Trinkwasser aus dem Bodensee ist sicher: Keine Übertragung des Coronavirus durch Trinkwasser

Deutschland verzeichnet inzwischen steigende Zahlen an Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2). Eine Übertragung des Virus über das Trinkwasser ist jedoch nicht möglich.

 

Die Bodensee-Wasserversorgung überwacht und kontrolliert das Trinkwasser auch auf Viren. Nach wie vor entspricht es in jeder Hinsicht den strengen Qualitätskriterien der Trinkwasserverordnung und damit höchsten Ansprüchen.

 

Das Robert-Koch-Institut, die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention stellt fest, dass das neuartige Coronavirus von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen wird.

Die Bodensee-Wasserversorgung überwacht und kontrolliert das Trinkwasser in ihren Routineuntersuchungen auch auf Viren. Nach wie vor entspricht es in jeder Hinsicht den strengen Qualitätskriterien der Trinkwasserverordnung und damit höchsten Ansprüchen. Kontrolliert wird dies vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg als überwachende Behörde der Fernwasserversorger mit einem eigenen unabhängigen Untersuchungsprogramm. Es gibt darüber hinaus deutschlandweit keine Hinweise darauf, dass die Verbreitung des Coronavirus in Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung steht.

Durch die leistungsstarke Aufbereitungsanlage der Bodensee-Wasserversorgung werden unerwünschte Mikroorganismen und Viren aus dem Rohwasser sicher entfernt und unschädlich gemacht. Dies ist das Ergebnis umfangreicher Untersuchungen über die Aufbereitungsanlage der Bodensee-Wasserversorgung. Insbesondere die oxidative und desinfizierende Wirkung von Ozon in Kombination mit der effektiven Partikelentfernung in den nachgeschalteten Sandfiltern sind hierbei ausschlaggebend. Durch dieses sogenannte Multibarrierensystem der Aufbereitung der Bodensee-Wasserversorgung ist eine hohe Qualität und Versorgungssicherheit gewährleistet.

Ansprechpartnerin
Maria Quignon, Pressesprecherin
Telefon 07551 / 833 11 56
Mobil 0160 / 97 23 60 17

 

Weitere Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.

Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes.
Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 135 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.