Tag des Wasser 2019 – Niemand zurücklassen – Wasser- und Sanitärversorgung für alle

20.03.2019 – Dem Motto des diesjährigen Weltwassertags folgen die Beschäftigten der Bodensee-Wasserversorgung mit ihrer jährlichen Spende an die Organisation „Hilfe für Brüder International e.V.“ und unterstützen dadurch den Bau von Trinkwasserbrunnen in Kenia. Heute konnten an die Organisation 7.446 Euro übergeben werden. Dieser Betrag setzt sich aus dem finanziellen Gegenwert von gespendeten Überstunden und aus Sammelaktionen bei öffentlichen Auftritten der Bodensee-Wasserversorgung zusammen. Damit sind seit 2004 über 110.000 Euro in Brunnenbauprojekte geflossen.

Stuttgart, 20.03.2019 – Rund 300 Beschäftigte sorgen bei der Bodensee-Wasserversorgung dafür, dass 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr sauberes und schmackhaftes Trinkwasser an die Verbandsmitglieder in Baden-Württemberg fließt, das direkt aus der Leitung genutzt werden kann.

Bereits seit 15 Jahren liegt den Beschäftigten des größten Trinkwasserversorgers Baden-Württembergs die Unterstützung von Brunnenbauten in Kenia am Herzen.  Aus ihrer täglichen Arbeit und Verantwortung kennen sie den Stellenwert von gutem Trinkwasser und engagieren sich daher für Menschen, die nur unter schwierigen Bedingungen an dieses kostbare Gut gelangen können.

Finanziert wird mit den Spendengeldern der Bau von Brunnen in ländlichen Gegenden Kenias. Die Brunnen werden mit Hilfe der Bevölkerung angelegt und später von der Dorfgemeinschaft instandgehalten und repariert. So kann Grundwasser für die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser verfügbar gemacht und eine nachhaltige Entwicklung in Gang gesetzt werden.
Dr. Hartmut Schaak, der für „Hilfe für Brüder International e.V.“ seit vielen Jahren Brunnen baut, war bei der Spendenübergabe anwesend und berichtete den Beschäftigten persönlich vom Bau der Trinkwasserbrunnen in Kenia. Durch diesen persönlichen Kontakt können die Spenderinnen und Spender sicher sein, dass es tatsächlich der Wasserversorgung der Menschen in Kenia zugutekommt.

Ansprechpartnerin
Maria Quignon, Pressesprecherin
Telefon 07551 / 833 11 56
Mobil 0160 / 97 23 60 17  

Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.
Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes. Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder über 130 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.  

Informationen zum Brunnenbauprojekt in Kenia

Seit 1999 organisiert und überwacht Dr. Hartmut Schaak, Bauingenieur und ehemaliger Mitarbeiter des Geologischen Landesamtes in Stuttgart, in Kenia für „Hilfe für Brüder International e. V.“ zahlreiche Brunnenbauprojekte. Inzwischen stehen vor Ort auch geschulte Mitarbeiter zur Verfügung, die die Brunnen gegebenenfalls alleine fertigstellen können. Die Gemeinden müssen ca. 20 Prozent der Kosten tragen. Mit dieser Beteiligung wurden gute Erfahrungen gemacht, da die Gemeinden den Brunnen so als eigenes Bauwerk betrachten. Die Einheimischen werden in alle Arbeiten einbezogen, sie werden angeleitet und eingewiesen. Auf diese Weise lernen sie die lebenswichtigen Einrichtungen bis ins Detail kennen und können sie bei Bedarf auch warten und reparieren. Der Bau eines Trinkwasserbrunnen kostet dort - je nach Tiefe - rund 2.000 bis 2.500 Euro.
www.gottes-liebe-weltweit.de

Bildtext: Insgesamt 7.446 Euro spendeten die Beschäftigten der Bodensee-Wasserversorgung für Brunnenbauprojekte in Kenia.