Internationaler Tag des Wassers – „Wert des Wassers“

Ist die Trinkwasserversorgung in Baden-Württemberg auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet? Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag des Wassers am 22. März 2021 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wert des Wassers“. Ein Thema, das in Zeiten des Klimawandels auch für die Trinkwasserversorgung in Deutschland aktueller denn je ist. Insbesondere in den trockener und wärmer werdenden Sommermonaten ist der Bedarf an frischem Trinkwasser hoch – Tendenz steigend.

Stuttgart, 18.03.2021 – Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag des Wassers am 22. März 2021 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wert des Wassers“. Ein Thema, das in Zeiten des Klimawandels auch für die Trinkwasserversorgung in Deutschland aktueller denn je ist. Insbesondere in den trockener und wärmer werdenden Sommermonaten ist der Bedarf an frischem Trinkwasser hoch – Tendenz steigend. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, aber auch auf sich ändernde Konsummuster und den Bevölkerungswachstum rückt die Versorgungssicherheit mit dem lebenswichtigen Nass mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen. Die Wertschätzung für das kostbare Nass nimmt zu.

Mit ihrer dreigliedrigen Struktur aus ortsnaher und regionaler Wasserversorgung und der in Deutschland in dieser Form einzigartigen Fernwasserversorgung ist Baden-Württemberg gut aufgestellt. Die Bodenseewasserversorgung und die Landeswasserversorgung leisten dazu einen erheblichen Beitrag. Mit rund 220 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich versorgen sie zusammen rund 7 Millionen Menschen im Land.

Dass dies so bleibt, sind die vorhandenen Anlagen der Trinkwasserinfrastruktur zu erhalten und weiter auszubauen. Dazu zählt die Planung und Errichtung neuer Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die Erschließung neuer Ressourcen, der Bau neuer Leitungen und die bessere Vernetzung der vorhandenen Systeme. Es ist die Aufgabe der Städte, der Gemeinden und der Trinkwasserversorgungsunternehmen, diese Maßnahmen in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den verantwortlichen Behörden in Angriff zu nehmen und umzusetzen. Der Klimawandel gibt dabei den Zeittakt vor.

Ansprechpartnerin
Teresa Brehme, Pressesprecherin
Tel: +497119732310
Mobil: +49 15117581072
E-Mail teresa.brehme@bodensee-wasserversorgung.de

Weitere Informationen über die Bodensee-Wasserversorgung

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den ständig steigenden Trinkwasserbedarf mit Zusatzwasser aus dem Bodensee zu decken. Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 183 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee.

Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 Meter Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die circa 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet.

Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 Liter in der Sekunde; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 Kilometer meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes.
Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 130 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.

Weitere Informationen über die Landeswasserversorgung

Rund drei Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Bayern erhalten ihr Trinkwasser von der Landeswasserversorgung. Es fließt in 250 Städten und Gemeinden – darunter Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und Ulm – aus den Leitungen, jährlich etwa 100 Millionen Kubikmeter. Das Trinkwasser entstammt den Grundwasservorkommen der Schwäbischen Alb in der Region zwischen Ulm und Heidenheim. Ein Teil des Wassers wird der Donau entnommen und im Wasserwerk Langenau in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser aufbereitet.