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Schutz für den Wasserschatz

Gewässerschutz am Bodensee – die Voraussetzung für gutes Trinkwasser

In den 60er und 70er Jahren bestand Anlass zur Sorge um die Wasserqualität des Bodensees. Große Mengen phosphathaltige Waschmittel und Stoffe aus Industrieanlagen gelangten in das Gewässer. Die Folge: Der See wurde überdüngt, Algen verbreiteten sich rasant und Schadstoffe traten auf. Die Qualität des Trinkwassers war in Gefahr. Die Verantwortlichen reagierten. Zahlreiche neue Kläranlagen wurden gebaut und Schutzmaßnahmen auf den Weg gebracht. Heute sorgen modernste Kläranlagen und strenge Auflagen dafür, dass das Wasser sauber bleibt.

Bereits 1959 wurde von den Anrainerländern sowie Liechtenstein die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) gegründet, um den See zu schützen und seine Nutzung in sinnvolle Bahnen zu lenken. Die Wasserwerke am See schlossen sich ihrerseits 1968 zur Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) zusammen. Zudem wirken zahlreiche Naturschutzorganisationen am See. All diese Anstrengungen und Investitionen haben Früchte getragen. Heute ist das Wasser des Bodensees wieder so sauber wie vor 50 Jahren - natürlich rein!

Unterstützt werden die Bemühungen zum Schutz des Bodenseewassers inzwischen von vielen anderen, auch von internationalen Institutionen und Abkommen auf dem Gebiet der Fischerei, der Schifffahrt, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Tourismus.

Zum Schutz des Sees werden heute Computermodelle erstellt, die vorausberechnen, wie sich Verunreinigungen ausbreiten würden. Auch die Bodensee-Wasserversorgung beteiligt sich an solchen Vorhaben, Um die Stelle, an der das Rohwasser aus dem Überlinger See gepumpt wird, ist ein Schutzgebiet eingerichtet und durch Bojen markiert. Auch der dazu gehörige Uferbereich ist Wasserschutzgebiet.