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Fracking

Aufsuchung und Gewinnung von unkonventionellen Kohlenwasserstoffen im Einzugsgebiet des Bodensees

Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für 5,5 Millionen Menschen in Baden-Württemberg, Bayern und der Schweiz. Seine gute Wasserqualität verdankt er unter anderem den Reinhaltemaßnamen der Seeanrainerländer und –kommunen aber auch der guten Wasserqualität seiner Zuflüsse. Besonders die Zuflüsse sieht die Bodensee-Wasserversorgung durch die möglichen Auswirkungen der unkonventionellen Gewinnung von Kohlenwasserstoffen (Erdgas und Erdöl) gefährdet.
Die Bodensee-Wasserversorgung beobachtet die Entwicklung bei den Genehmigungsverfahren genau und mit großer Sorge und ist in regelmäßigem Kontakt mit den entsprechenden Behörden.
Die Bodensee-Wasserversorgung fordert:
• Vorrang der Trinkwasserversorgung und deren genutzten Ressourcen vor der Gewinnung von fossilen Energieträgern

• Verbot der Gewinnung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere unter Anwendung der Fracking-Technologie in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten (z.B. Wassereinzugsgebiete, Wasserschutz-gebiete)

• Aussetzen von Aufsuchungs- und Gewinnungsmaßnahmen bis die offenen Fragen zu Risiken benannt und beurteilt sind (Moratorium)

• Einführung einer obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung für die Aufsuchung und Gewinnung von unkonventionellen Erdgasvorkommen

• Frühzeitige Einbindung von betroffenen Kommunen, Trägern öffentlicher Belange (z.B. Wasserversorgungsunternehmen) und interessierter Öffentlichkeit in Genehmigungsverfahren

• Transparenz in den Genehmigungsverfahren